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Nachhaltigkeit für Anfänger

- 11 praktische Tipps für den Einstieg

Im Internet gibt es inzwischen ein Meer an Nachhaltigkeitswebsites und Social Media Accounts. Die Betreiber dieser Blogs sind in der Regel eingefleischte Nachhaltigkeits-Fans. Wenn man gerade erst mit dem nachhaltigen Leben beginnt, kann das ganz schön überfordernd sein. Deshalb gehen wir in diesem Artikel back to the Basics mit Tipps für Nachhaltigkeit für blutige Anfänger.

Warum ist Nachhaltigkeit für Anfänger wichtig?

Im Kampf für eine nachhaltige Welt ist jeder neue Mitstreitende kostbar! Um einen motivierenden Einstieg zu gewährleisten, ist es wichtig, sich gerade am Anfang nicht zu überfordern. Denn, wer zu viel will, wird der zu großen Umstellung irgendwann überdrüssig werden. Die folgenden Tipps für Nachhaltigkeit für Anfänger sind deshalb gezielt so ausgesucht worden, dass es sich nur um kleine Veränderungen handelt. Suche dir also das aus, was sich besonders leicht in deinen Alltag integrieren lässt und gehe dann Stück für Stück weiter.

1. Leitungswasser trinken

Wasser in Plastik verpackt und quer durch Länder oder Kontinente transportiert, verursacht unheimlich viel CO2. Durch das Tinken von Leitungswasser kann man das ganz einfach umgehen! Es ist regional, unverpackt und wird darüber Hinaus regelmäßig auf seine Reinheit überprüft!

Wenn du gerne Kohlensäure in deinem Wasser möchtest, kannst du dir einen Sodastream zulegen. Die dafür benötigten Gaskartuschen werden über ein Pfandsystem immer wieder befüllt.

Muss es doch einmal Wasser aus der Flasche sein, so achte unbedingt auf die Regionalität des Wassers und kaufe nur Mehrwegflaschen. Diese sind in der Regel aus Glas oder dickem Plastik.

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2. Keine Werbung bitte!

Werbezeitungen und Flyer verursachen einen Berg an Papier, das häufig vom Briefkasten direkt in den Müll wandert. Bringe deshalb ein „Keine Werbung bitte“ Schildchen an deinem Briefkasten an und verabschiede dich von der lästigen Werbung. Bestelle auch adressierte Kataloge oder Mitglieder-Magazine ab. Die meisten gibt es ohnehin auch online oder als Newsletter zu lesen.

Natürlich gibt es auch schwarze Schafe, die jede Bitte missachtend, trotzdem Werbung einwerfen. Wenn du besonders motiviert bist, schreibe auch an alle diese Absender und bitte sie, zukünftig deinen Wunsch zu respektieren.

4. Löffel im Rucksack

Habe immer einen Löffel oder eine Gabel in deinem Rucksack bzw. deiner Handtasche. Dadurch kannst du beim Essen und Trinken to go auf Plastikbesteck verzichten! Das ist eine bequeme Variante, die nicht einmal auffällt. Wenn du mutiger bist, kannst du dir auch dein Essen in eine selbstmitgebrachte Dose füllen lassen. Diese Müllvermeidung ist schon profiverdächtig und bringt vielleicht sogar den einen oder anderen zum Nachdenken!

3. Keine Einwegbecher mehr!

Coffee-2-go-Becher haben in der Regel eine Lebenszeit von 5-10 Minuten bevor sie entsorgt werden. Das beschichtete Papier des Bechers kann nicht recycelt werden! Der Deckel hat zusätzlich einen besonders hohen Energieaufwand und ist nicht biologisch abbaubar. Mache also folgendes:

  • Besorge dir am besten einen Mehrwegbecher oder nimm einfach eine Tasse mit.
  • Kaufe dein Heißgetränk bei Läden, die Pfandbecher wie den Recup führen.
  • Wenn du um den Becher nicht herumkommst, lasse zumindest den Plastikdeckel weg!

5. Waschbare Abschminkpads

Wer sich schminkt, verbraucht in der Regel jeden Tag Wattepads oder feuchte Einwegtücher zum Abschminken. Diese bestehen in der Regel aus Baumwolle, einer unglaublich wasserintensiven Pflanze mit einem sehr hohen Pestizideinsatz. Mit Abschminkpads aus Stoff kannst du leicht Abhilfe schaffen. Nach der Nutzung packst du sie einfach in die Waschmaschine und kannst sie dann wieder und wieder verwenden! Bist du nähbegabt, kannst du sie sogar selbst herstellen! Alternativ kannst du sie auch ganz weglassen und stattdessen Tücher oder Waschgel zum Abschminken verwenden.

Apropos Badezimmer: Plastikzahnbürsten lassen sich ganz einfach durch Bambuszahnbürsten ersetzen. Ich nutze immer diese hier.

6. Im Ecomodus waschen

Dieser Tipp gehört definitiv in die Kategorie „Nachhaltigkeit für Anfänger“, denn er kostet dich nicht mehr als einen Knopfdruck auf deiner Waschmaschine. Der Ecomodus dauert zwar länger, doch wird die meiste Energie beim Erhitzen des Wassers verbraucht. Je langsamer die Waschmaschine das Wasser erwärmt, desto weniger Energie braucht sie.

Beim Schleudern von Kunstfasern entsteht außerdem Mikroplastik. Wenn du die Schleuderzahl verringerst, kannst du das etwas eindämmen. 800 Umdrehungen sollten in aller Regel reichen und helfen auch, dass sich deine Kleidung langsamer abnutzt!

7. Gemüse unverpackt kaufen

Im Supermarkt kann man viele Obst- und Gemüsesorten lose kaufen. Dadurch kannst du eine Menge Plastik einsparen! Lege dir dafür Gemüsenetze zu oder lege die Sachen einfach lose auf das Kassenband.

Besonders viel unverpackets Gemüse findest du in türkischen Supermärkten und auf dem Wochenmarkt. Habe auch immer einen Rucksack oder Beutel zum Einkaufen dabei, um auf Papier- und Plastiktüten verzichten zu können.

8. Nachhaltigkeit für Anfänger mit Papier statt Plastik

Im Supermarkt gibt es so manches Produkt in Papierverpackungen. Dies ist deutlich besser als Plastik, da sich Papier gut recyceln lässt. Greife also zum Beispiel bei Nudeln, Mehl, Zucker und Haferflocken zur Papierverpackung. Halte auch die Augen offen, ob du andere Produkte in alternativen Verpackungen findest. In diesem Artikel erfährst du welche Verpackungen umweltfreundlich sind.

9. Tüten wiederverwenden

Wenn du Plastiktüten hast, verwende sie mehrmals. Verwende zum Beispiel leere Chipstüten für deinen Biomüll. Diese Tüten sind besonders reißfest. Achte natürlich trotzdem auf die Mülltrennung: Kippe den Inhalt der vollen Tüte  in Biotonne und gebe die Plastiktüte in die Gelbe Tonne. Auch die Tüte von Klopapier eignet sich zum Beispiel noch gut als Müllbeutel.

Die Papiertüten beim Becker kannst du ebenfalls mehrmals verwenden. Ist die Tüte noch sauber, falte sie zusammen und nutze sie bei deinem nächsten Brötchenkauf noch einmal.

10. Easy Energie Sparen

Mit ein paar leichten Tricks gelingt dir auch im Thema Energie Nachhaltigkeit für Anfänger. Gewöhne dir an, beim Kochen einen Deckel zu benutzen. So kannst du mit geringerer Hitze die gleichen Ergebnisse erzielen.

Nutze außerdem Steckerleisten mit An/Aus-Knopf für Geräte, die du bei Nacht nicht brauchst. So kannst du beispielsweise W-lan Router und Fernseher einfach über Nach ausschalten. Noch einfacher geht das mit einer Zeitschaltuhr.

Schalte auch Laptops und Monitore über Nacht aus und stelle dein Handy zumindest in den Flugmodus. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch gut für die Geräte!

11. Reparieren & gebraucht kaufen

Lasse Kaputtes reparieren oder lege mit Hilfe von Youtube Tutorials selbst Hand an! Brauchst du doch etwas Neues, sieh zuerst bei Ebay Kleinanzeigen und anderen Portalen nach, ob du fündig wirst. Nutze eben diese Portale auch, wenn du aussortiert hast oder einzelnes loswerden möchtest.

Bringe aussortierte Kleidung bitte unbedingt  zu einem Secondhandshop oder einer Obdachlosenhilfe. Kleidercontainer expotieren die Kleider leider häufig nach Afrika und verkaufen sie dort an die Einheimischen. Unsere gebrauchte Kleidung zerstört dort die lokale Textilindustrie. Mit einer Spende für Bedürftige hat das wenig zu tun. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, sieh dir diesen Artikel zu Fast Fashion an.

Fazit

Nachhaltigkeit ist auch für Anfänger gut möglich! Jeder fängt einmal an und es ist toll, dass du dich dazu entschlossen hast! Es ist keine Schande erst einmal mit den besonders leichten Dingen anzufangen. Das wichtigste ist, dass du überhaupt anfängst! Denn, dem ersten Schritt folgen meistens viele Weitere. Wenn du mit diesen Einsteigertipps fertig bist, findest du auf dieser Webseite noch viele weitere hilfreiche Tipps und interessante Artikel rund um das Thema Nachhaltigkeit. Wir würden uns freuen, wenn wir dich zu irgendeinem Zeitpunkt hier wiedersehen!

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