claudias weg zur nachhaltigkeit

Claudys Weg zur Nachhaltigkeit

- Ein Erfahrungsbericht von Claudia Reynen

Hallo zusammen, ich beschäftige mich seit Anfang Mai 2019 mit den Themen Nachhaltigkeit, Plastik reduzieren und Müll reduzieren. Also gut 8 Monate. 52 Veränderungen habe ich geschafft.

Ich bin weit entfernt von „zero waste“ und „plastikfrei“. Und trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meinen Veränderungen.

Am Anfang war mein Mann total genervt und richtig dagegen. Das hat viel Streit gegeben. Die Veränderung kamen für ihn zu schnell und zu geballt. Und er lässt mich trotzdem gewähren. Er geht nicht jede Veränderung mit. Zum Beispiel nutzt er weiterhin Zahnpasta aus der Tube und Shampoo aus der Flasche. Und ganz viele Veränderungen trägt er jetzt mit. Er achtet beim Einkaufen jetzt auch drauf und akzeptiert es, wenn ich im Unverpackt-Laden oder auf dem Markt einkaufe, obwohl es dort signifikant teurer ist.

Damit habe ich zu Anfang nicht gerechnet und ich freue mich sehr über den Verlauf!

Hier meine Erfolgsliste:

1. Wasser kaufe ich nicht mehr in Einweg-Plastik-Flaschen. Ich habe mir die Flasche „Emil“ gekauft und trinke Leitungswasser.

2. Apfelsaft kaufe ich nicht mehr im Tetrapak, sondern in Glasflaschen beim Bauern. Davon trinke ich aber selten, sodass ich mit einem Kasten locker ein Jahr hinkomme.

3. Milch kaufe ich nicht mehr im Tetrapak. Ich mache mir selbst Hafermilch. Den Hafer dafür kaufe ich im Unverpackt-Laden.

4. Beim Einkauf von Obst und Gemüse nutze ich keine Plastiktüten mehr. Ich habe Netze aus Bio-Baumwolle, die ich mitnehme. Nach Möglichkeit kaufe ich regionale Produkte.

5. Beim Einkauf von Brot und Brötchen nutze ich keine Plastiktüten mehr. Auch dafür nehme ich die Netze aus Bio-Baumwolle.

6. Zum Abschminken benutze ich keine Wattepads mit Makeup-Entferner mehr, sondern waschbare Pads aus Frottee und Sonnenblumenöl.

7. Ich benutze keine Zahnpasta mehr, sondern die Dent-Tabs.

8. Ich benutze keine Flüssigseife mehr, sondern palmölfreie Seifenstücke von Sauberkunst.

9. Ich benutze keine Intim-Waschlotion mehr, sondern nur klares Wasser.

10. Ich benutze keine Gesichts-Waschlotion mehr, sondern Salz-Seife von Sauberkunst.

11. Wir benutzen kein Calgon mehr und keinen Weichspüler. Stattdessen 4cl 5%igen Essig

12. Statt Duschgel benutze ich feste Seife.

13. Ich benutze keinen Schwamm mehr zum Spülen. Stattdessen benutze ich ein kleines Gästehandtuch aus Bio-Baumwolle, das ein Mal pro Woche in die Waschmaschine kommt. Dann habe ich noch eine Spülbürste aus Holz und einen Kupfer-Schwamm.

14. Statt Pril benutze ich das Spülmittel von Sodasan.

15. Ich habe viel Zewa verbraucht. Jetzt benutze ich waschbare Lappen aus Bambus und Lappen aus Baumwolle.

16. Wattestäbchen waren bei mir bisher aus Plastik. Jetzt nehme ich Wattestäbchen aus Recycling-Papier und Bio-Baumwolle.

17. Toilettenpapier kaufe ich als 100% Recycling-Papier und im Großgebinde.

18. Taschentücher kaufe ich aus 100% Recycling-Papier. Für zu Hause nutze ich die Bigbox aus Pappe. Für unterwegs nutze ich noch die 10er Päckchen mit Plastikverpackung.

19. Ich benutze keine Müllbeutel mehr. Ich wasche die Mülleimer ein Mal pro Woche mit Essig aus. Essensreste wickel ich in ein Blatt Zeitungspapier, damit der Eimer nicht soo dreckig wird.

20. Ich trenne meinen Müll besser.

21. Ich benutze die Deo-Creme von i+m Tausendschön aus einem Glastöpfchen.

22. Ich benutze für die Spülmaschine kein Somat-Tab mehr, sondern das Pulver von Prowin. Die Verpackung besteht zu 95% aus Recyclat.

23. Ich benutze keinen Glasreiniger (Sidolin) mehr, sondern die Tücher von Jemako. Damit reicht klares Wasser.

weg zur Nachhaltigkeit

24. Die Zutaten für mein Müsli kaufe ich im Unverpackt-Laden bzw bestelle sie plastikfrei bei mein-muesli-laden.de. Ich lagere alles in Gläsern.

25. Mehl, Zucker, Grieß etc lagere ich in Gläsern. Die Bügelverschluss-Gläser habe ich Second Hand besorgt und nicht neu gekauft.

26. Ich benutze festes Shampoo von Sauberkunst. Aktuell bin ich noch auf der Suche nach der richtigen Sorte für mich.

27. Ich esse nur noch ein Mal pro Woche Fleisch. Beim Kauf achte ich auf die Haltungsbedingungen.

28. Ich bin auf veganen Quark und Joghurt umgestiegen. Leider gibt es diese Produkte nicht im Glas.

29. Statt Wurst und Käse esse ich veganen Brotaufstrich auf meinem Brot. Der ist in einem Glas verpackt.

30. Ich sammel Schraubverschluss-Gläser statt sie wegzuschmeißen. Wenn ich sie nicht brauchen kann, verschenke ich sie.

31. Ich habe kaputte Tupper-Dosen gegen Glas-Schalen ausgetauscht.

32. Kräuter kaufe ich unverpackt. Dann wasche und hacke ich die und friere die in Gläsern ein.

33. Übrig gebliebene Lebensmittel verschenke ich (Foodsharing) statt sie wegzuschmeißen.

34. Ich schmeiß nichts mehr weg, was noch brauchbar ist. Ich nutze eine lokale Verschenken-Gruppe auf Facebook.

35. Statt Toastbrot mit Plastikverpackung friere ich unverpackt gekauftes und geschnittenes Körnerbrot ein.

36. Die Papprollen vom Klopapier sammel ich. Eine Dame kommt die alle 8 Wochen abholen und verwendet sie zum Basteln und für Tiere.

37. Ich trinke kein Actimel mehr.

38. Ich benutze kein Rasiergel aus der Flasche mehr, sondern Rasierseife von Sauberkunst.

39. Ich kaufe möglichst viel Second Hand statt neu.

40. An den Briefkasten habe ich den Aufkleber „keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen“ angebracht. Wenn Werbubg kommt von Läden, in denen ich mal was gekauft habe, rufe ich da an und widerspreche meiner Zustimmung zu Werbung. Unnötige Newsletter habe ich abbestellt. Ich habe mich auf die „Robinson-Liste“ setzen lassen.

41. Mein Mann kauft seine Cola jetzt in Mehrweg- statt Einweg-Flaschen. Glasflaschen sind ihm leider zu schwer und auch schon zwei Mal kaputt gegangen in seiner Arbeitstasche.

42. Ich benutze keine Enthaarungscreme mehr für die Bikini-Zone, sondern einen elektrischen Trockenrasierer.

43. Ich pflanze im Garten insektenfreundliche Blumen und stelle Futter und Wasser für Tiere bereit.

loser tee nachhaltigkeit

44. Tee kaufe ich nur noch lose im Teehaus. Die Dosen werden dort wieder aufgefüllt.

45. Ich färbe meine Haare nicht mehr alle 6 Wochen, sondern eher so nach 12 Wochen.

46. Ich habe keine künstlichen Fingernägel mehr.

47. Für Notizen nutze ich die Rückseite von Papiermüll statt neue Notizzettelchen.

48. Ich benutze kein Backpapier mehr, sondern eine Dauerbackmatte.

49. Ich benutze weder Alufolie noch Frischhaltefolie. Lebensmittel bewahre ich in Dose oder Gläsern auf. Schüsseln decke ich mit einem Teller oder einer anderen Schüssel ab.

50. Bücher kaufe ich nur noch Second Hand. Ich schmeiße keine Bücher mehr weg, sondern verkaufe und verschenke sie

51. Für das Grillen von Gemüse habe ich bei Aldi Edelstahl-Pfännchen gekauft. Dafür brauche ich also keine Alufolie mehr.

52. Tampons kaufe ich bei dm von der Marke „Jean&Len“: „TamonsTampons ohne Gedöns“.

Das habe ich mir noch vorgenommen

  • Brot selbst backen
  • genähte TaTüTas nutzen statt Taschentücher in Plastikverpackung
  • jemanden finden, der Eierkartons weiter verwenden kann
  • wenn mein jetziges Waschmittel leer ist: eine geeignete Alternative finden
  • mich über nachhaltige Krankenversicherungen informieren
  • auf Bio-/Natur-Schminke umsteigen
  • veganen Brotaufstrich selbst machen
  • Eier ohne Kükenschreddern
  • mehr regional und saisonal einkaufen
  • vollständig auf Produkte mit Palmöl verzichten
  • vollständig auf Produkte von Nestlé verzichten

Hier kannst du auf Claudias Facebook Profil vorbeischauen.

Stand: 09.01.2020

Das könnte dich auch interessieren!

Schreibe einen Kommentar